Orthopädie

Laufen – für Hund und Katze mehr als nur Zeitvertreib! Auch wenn unsere Haustiere im Vergleich zu Wölfen oder Raubkatzen nicht mehr den ganzen Tag durch Wald oder Steppe ziehen müssen um sich Nahrung zu besorgen, so sind sie doch häufig durch viele Aktivitäten in der Familie, durch sportliche Besitzer oder durch den Hundesport, bzw. ihren Arbeitseinsatz bei Polizei oder Grenzschutz stark gefordert. Dies ist auch gut so, denn viele beim Menschen auftretende Erkrankungen durch zu wenig Bewegung bei zu umfangreicher Ernährung lassen sich auch zunehmend bei unseren vierbeinigen Gefährten erkennen. Problematisch sind daher immer Erkrankungen, die die Bewegung unserer Tiere einschränken.

Für die Aufarbeitung akuter oder chronischer Lahmheiten sind wir bei unseren Haustieren auf eine gründliche orthopädische Untersuchung angewiesen. Dabei sollte auch immer das Nervensystem Beachtung finden, da Erkrankungen der Wirbelsäule, der Nerven oder des Gehirns ebenfalls Gangstörungen hervorrufen können.

Wer läuft, geht mancher Krankheit aus dem Weg.
Prof. G. Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe

In unserer Praxis können folgende Untersuchungsmethoden eingesetzt werden

  • die klinische, orthopädische Untersuchung, die neben den knöchernen Strukturen vor allem die Gelenke, sowie Bänder und Sehnen berücksichtigt,
  • die Röntgenuntersuchung, die vor allem knöcherne Strukturen, häufig aber auch vermehrte Füllungen der Gelenke oder Verkalkungen in den Sehnen gut abbildet,
  • die Ultraschalldiagnostik, die uns vor allem hilft Veränderungen in den Sehnen (z.B. der Achilles­sehne oder der Bizepssehne) darzustellen,
  • und auch die Gelenkspunktion, die mit Hilfe einer Zellanalyse (Zytologie) oder einer bakteriologischen Untersuchung Veränderungen in einem oder mehreren Gelenken näher charakterisieren kann.


Die Therapie orthopädischer Erkrankungen hängt sehr von der Erkrankung, dem Alter, dem Gewicht oder auch der Nutzung Ihres Tieres ab. Neben häufig relativ einfach durchführbaren medikamentellen Therapieansätzen (Schmerzhemmung, Entzündungshemmung, Unterstützung des Knorpelaufbaues, Unterdrückung des Immunsystems bei autoimmmunen Erkrankungen, etc.) ist oft einer Veränderung im Alltag durch (vorrübergehende) reduzierte Bewegung oder auch eine veränderte Fütterung zur Gewichtsreduktion unumgänglich. Bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates stellt die Chirurgie die Therapie der Wahl dar.

Um Ihrem Tier auch im gewohnten Praxisumfeld eine chirurgisch-orthopädische Behandlung anbieten zu können, erweitern wir zukünftig unsere Operationsausstattung. Wir werden Sie natürlich gerne informieren, wenn eine optimale Versorgung Ihres Tieres auch hier in der Praxis möglich ist.